1. THERAPIE

Die Therapie ist ein gemeinsames Miteinander von Eltern, Kind und Therapeutin. Die Eltern werden soweit es möglich ist in die Therapien eingebunden. Sie sollen dabei sein und werden zum Teil auch zu Co-Therapeuten ausgebildet. Das heißt, sie lernen mit den Kindern effizient zu spielen und zu arbeiten. Gemeinsam wird ein Therapieprogramm entwickelt, das auch zu Hause mit dem Kind durchgeführt werden soll.

  • Einzeltherapie:
    • Aufbau der Lernbereitschaft
    • Förderung der kognitiven Fähigkeiten
    • Aufbau von sozialen Fähigkeiten
    • Abbau von unerwünschtem Verhalten (z.B.: Aufgabenverweigerung)
  • Gruppensetting:
    • Vertiefung sozialer Fertigkeiten im Gruppengeschehen
    • Kontakt zu Gleichaltrigen aufbauen
  • Beratung für Angehörige
    • Bewältigung von Alltagssituationen
    • Beantwortung von Fragen bezüglich Autismus-Spektrums-Störung

 

2. Diagnostik

Störungen des autistischen Spektrums stellen sehr komplexe Phänomene dar, welche eine umfassende Diagnostik notwendig machen. Dazu werden Informationen von den Eltern/ Bezugspersonen, den Betroffenen selbst und eventuell von weiteren Personen (wie etwa LehrerInnen, Kindergärtnerin etc.) benötigt.

Ablauf:

  • Anamnese und Exploration der Eltern / Bezugspersonen
  • Autismus-Diagnostisches Interview – Revision (ADI-R) mit den Eltern / Bezugspersonen
  • Verhaltensbeobachtung mit der diagnostischen Beobachtungsskala für autistische Störungen (ADOS) des Kindes
  • Falls erforderlich Entwicklungs- bzw. Leistungsdiagnostik
  • Falls erforderlich weitere diagnostische Testverfahren
  • Abschlussgespräch mit den Eltern
  • Diagnoseprozess: abhängig von Alter und Vorbefunde: 3 – 4 Termine mit ca. 1,5 – 2 Stunden